In den vergangenen beiden Jahrzehnten, die die sogenannte ‚decade of the brain’ von 1990-2000 mit einschliessen, haben die Neurowissenschaften bedeutende Fortschritte erzielt. Dies betrifft sowohl die Grundlagenforschung als auch die Behandlung schwerwiegender Erkrankungen des Gehirns, für die es vor 20 Jahren noch keinerlei Therapieaussichten gab. So haben die molekularen Wissenschaften und die Fortschritte der Genomforschung dazu beigetragen, einzelne Bausteine und Signalwege in Nervenzellen bis ins Detail zu verstehen und die molekularen Mechanismen zahlreicher Krankheiten des zentralen und peripheren Nervensystems zu identifizieren. Nachdem in der Mitte des vergangenen Jahrhunderts vorwiegend neuronale Systeme erforscht wurden, kommt man jetzt, da viele molekulare Prozesse verstanden sind, wieder auf systemische Fragestellungen zurück. Hier helfen insbesonders transgene Techniken, die den Einbau molekularer Defekte in Tiermodelle ermöglichen. Ferner hat die moderne Bildgebung zum Verständnis von Hirnfunktionen enorm beigetragen. Mit der funktionellen Kernspintomographie ist es heute möglich, die Aktivierung bestimmter Hirnareale bei definierten Aufgaben darzustellen und so zu verstehen, wie das Gehirn diese Aufgaben bewältigt. Schliesslich gibt es für schwerwiegende neurologische Volkskrankheiten, wie Alzheimer und Parkinson, bei denen Nervenzellen schrittweise zugrunde gehen, erste Therapieansätze und die berechtigte Hoffnung, dass geschädigte Nervenzellen in Zukunft durch sogenannte Stammzellen ersetzt werden können. --> NEWS


 

Willkommen am Neurozentrum der Universität Ulm

Sprecher: Prof. Dr. A. Ludolph

Abteilung für Neurologie
Oberer Eselsberg 45
89081 Ulm
Tel.:0731/177-1200
Fax:0731/177-1202


 

 

 

 

 

Vision & Mission


Das übergeordnete Ziel des Neurozentrums Ulm ist die Bündelung neurowissenschaftlicher Forschungsvorhaben aus den Fakultäten für Medizin, Naturwissenschaften und Informatik der Universität Ulm in Zusammenarbeit mit der Industrie, zur Weiterentwicklung neurowissenschaftlicher Konzepte, welche den Bogen „vom Gen zum Verhalten“ spannen. Verschiedene Themenschwerpunkte, wie die funktionelle Nanoskopie von Membranmolekülen, molekulare Prozesse für die Differenzierung und Funktion von Nervenzellen, die Funktionsweise neuronaler Systeme in Tiermodellen, Stammzellforschung, Lernen und Lernoptimierung, motorische Systemdegenerationen u.a. Erkrankungen werden im Neurozentrum Ulm zur Zeit von den molekularen Grundlagen über das System bis hin zu neurologischen und psychiatrischen Krankheitsbildern bearbeitet.

Auf den folgenden Seiten stellen die Mitglieder des Neurozentrums ihre thematischen Schwerpunkte vor, Sie finden Links zu den beteiligten Abteilungen, Instituten und Kliniken sowie zu neurowissenschaftlich interessanten Internetseiten und eine Übersicht über die aktuellen Forschungsaktivitäten.