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Checkliste |
10 goldene Doktoranden-Tipps - Was es im Vorfeld zu beachten gibt
Dr. med. Felicitas Witte, Dr. med. Dieter Schmid aus http://www.thieme.de/viamedici/medizinstudium/promotion/checkliste.html1. Zeitpunkt
Fangen Sie rechtzeitig an! Spätestens nach dem Physikum sollten Sie sich nach einem Thema und einem Doktorvater umsehen.
| 2. Thema |
Suchen Sie sich ein Fach aus, das Sie interessiert. Aber: Eine Doktorarbeit in einem nicht so geliebten Fach mit guter Betreuung ist oft besser als eine schlechte Betreuung in einem Lieblingsfach.
| 3. Umfeld checken | |
Schauen Sie sich die Personen, mit denen Sie zusammenarbeiten werden, ganz genau an. Was haben andere Studenten für Erfahrungen mit dem Professor gemacht? Wie ist die Arbeitsgruppe? Ist der potenzielle Betreuer in Ordnung?
| 4. Konkrete Planung |
Klären Sie mit Ihrem Doktorvater die Fragestellung, was von Ihnen erwartet wird und den zeitlichen Ablauf. Fixieren Sie das schriftlich! Auch wenn Sie Ihre Ergebnisse veröffentlichen möchten, sollten Sie das schon zu Beginn ansprechen. Planen Sie außerdem Zeit für Prüfungen ein.
| 5. Statistik |
Gehen Sie rechtzeitig zum Statistiker und sprechen Sie mit ihm die geplante Arbeit durch – bevor Sie anfangen! Machen Sie sich vertraut mit den Labortechniken, mit Computern und Statistikprogrammen. An den meisten Unis gibt es dazu Kurse.
| 6. Zwischenchecks |
Besprechen Sie regelmäßig Ihre Arbeit mit Doktorvater oder Betreuer. Vermeiden Sie, ins Blaue hinein zu arbeiten! Aber nerven Sie ihn nicht durch ständiges Nachfragen.
| 7. Schreiben |
Fangen Sie schon während der Experimente oder der Datensammlung an zu schreiben. Schreiben Sie den Methodenteil während der Versuchsphase und fassen Sie die Ergebnisse der Literaturrecherche zusammen. Das spart später viel Arbeit!
| 8. Freisemester |
Vorsicht mit Freisemestern: Erst klären, ob man in dieser Zeit selbst genug Material und der Betreuer Zeit haben wird.
| 9. Fertig werden! |
Versuchen Sie, die Promotion während des Studiums zu beenden. Als Assistenzarzt werden Sie wenig Zeit für Versuche oder zum Schreiben haben.
| 10. Durchhalten! |
Durchhängephasen sind normal. Aber brechen Sie die Arbeit rechtzeitig ab, wenn es keinen Sinn mehr macht.
Checklisten für eine gute DoktorarbeitThema, Betreuung und Zeitplanung der Doktorarbeit
(aus http://www.thieme.de/viamedici/medizinstudium/promotion/checklisten_zeitplan.html)
Übersicht:
| Checkliste: Thema der Doktorarbeit |
» Ist die Fragestellung präzise formuliert?
» Ist die Fragestellung sinnvoll?
» Ist die Frage schon durch andere Untersuchungen beantwortet?
» Führt der Versuchsplan dazu, die Frage zu beantworten?
» Ist das Projekt finanziert?
» Ist die Methode etabliert?
» Ist eine Beschreibung der Methode/Technik vorhanden?
» Ist der Versuchsplan ethisch vertretbar?
| Checkliste: Doktorvater/Betreuer der Doktorarbeit |
» Gibt er Ihnen einen Termin innerhalb einer Woche?
» Waren frühere Doktoranden zufrieden?
» Bleibt Ihr Doktorvater mittelfristig an Ihrer Uni?
» Wird Sie Ihr Betreuer/Doktorvater in die Arbeitstechniken (z.B. Labor) einführen?
» Sind regelmäßige Gesprächstermine gewährleistet?
» Werden Sie ausreichend in das Thema eingearbeitet?
» Gibt es Fortbildungen/Seminare für Doktoranden?
» Sind andere Studenten aus der Abteilung zufrieden?
» Ermöglicht Ihnen Betreuer/Doktorvater eine (Ko-)Autorenschaft bei Publikationen oder einen eigenen Vortrag?
» Werden Ihre Entwürfe einigermaßen rasch Korrektur gelesen? (nicht mehr als 4 Wochen)
| Checkliste: Zeitplanung der Doktorarbeit |
• 1. klinisches Semester:
» Thema und Doktorvater suchen
» Termin mit Doktorvater und Betreuer: genaue Besprechung des Themas
» 1. Gespräch mit Biometriker: Versuchsplanung, Studienplanung » Abmachungen schriftlich festhalten
• 2. klinisches Semester:
» Literaturrecherche » Einarbeitung in das Thema und in die Arbeitstechniken (Techniken von Betreuer und/oder MTA zeigen lassen etc.), Vorversuche
» Thema wird präzisiert
» 2. Gespräch mit Biometriker
» Statistikkurs/Einarbeiten in das Statistikprogramm
» Bei Promotionsbüro über Promotionsmodalitäten erkundigen
» Beginn der Arbeit (Experimente, Patientenuntersuchung, -befragung, Akten auswerten etc.)
» Vorbereitung auf das 1. Staatsexamen
• 3. und 4. klinisches Semester
» Experimente/praktische Arbeiten durchführen
» Auswerten der Ergebnisse
» 3. Gespräch mit Biometriker
» evtl. Freisemester einschalten, um die Versuche konsequent durchführen zu können
• 5. klinisches Semester
» erneute Literaturrecherche: Was gibt es bereits zu dem Thema? Was haben andere Wissenschaftler herausgefunden? (Wichtig für die Diskussion)
» Schreiben der ersten Version und Abgabe an den Doktorvater zur Korrektur
• 6. klinisches Semester
» letzte Scheine für das Studium machen
» Ausführliches Gespräch mit Doktorvater und Korrigieren der ersten Version
» Vorbereitung auf das 2. Staatsexamen (evtl. Freisemester hierfür einlegen)
• PJ
» letzte Korrekturen
» Veröffentlichung schreiben
» Formalitäten zum Einreichen der Arbeit vorbereiten (je nach Uni unterschiedlich, z.B. Lebenslauf, Zeugnis über die ärztliche Prüfung, Führungszeugnis, etc. Rechtzeitig beantragen!)
» Doktorarbeiten ausdrucken und binden lassen
» Abgabe feiern!!!